Wie entwickelt man ein technisches Produkt?
Oft hört man: „Wir brauchen etwas Innovatives“! Dabei wissen die wenigsten, was Innovation bedeutet.
Innovation ist die erfolgreiche Umsetzung einer Idee oder eines Produkts, das einen Mehrwert oder eine Verbesserung schafft. Das gilt für Neuheiten - aber auch für Verbesserungen. Bevor man mit einer Entwicklung starten oder einen Prototyp bauen kann, benötigt man allerdings etwas, das in der heutigen Zeit stark unterschätzt wird und auch immer schwieriger zu finden ist: Eine Idee!
Wie kommt man auf gute Ideen?
Ein Großteil der Ideen entsteht, wenn man ein Produkt selbst im Alltag benutzt und einem dabei immer wieder etwas auffällt, das einen ärgert oder Zeit kostet. So entstehen Ideen, die wir bereits als Weiterentwicklung oder Verbesserung kategorisiert haben. In solchen Ideen steckt ein immenses Potenzial.
Insbesondere im Maschinenbau oder in der Automatisierung gibt es oft Kundenanforderungen oder andere Prozess- und Zielvorgaben, auf deren Basis ein Prozess oder eine Maschine entwickelt werden soll. Auch daraus kann Innovation entstehen.
Die größte und spannendste Herausforderung ist jedoch, eine von Grund auf neue Idee zu entwickeln. Auch hierfür gibt es kein Geheimrezept. Immer wieder hört man die Aussage: „Unter der Dusche habe ich die besten Ideen“. Aber warum ist das so?
Ideen brauchen Raum
Ruhe und Gelassenheit
Schafft euch einen Raum, in dem Ihr euch wohlfühlt. Schaltet das Handy aus und schafft eine Atmosphäre, in der ihr zur Ruhe kommen könnt. Auch Entspannung spielt eine große Rolle. Für jeden kann dieses Empfinden etwas anders sein - findet hier für euch selbst den richtigen Weg.
Viele Menschen merken auch bei längeren Urlauben oder bei Wanderungen, dass die Menge an Gedanken stark zu nimmt. Besonders zu Beginn dieser „Ruhephase“ sind die Gedanken noch sehr chaotisch, aber das bedeutet, ihr seid auf dem richtigen Weg.
Schon in dieser Phase macht es Sinn einen Block zu zücken, und sich Notizen zu machen, oder diese als Sprachnachrichten in ein Aufnahmegerät zu sprechen.

Hat man dann einige Ideen gesammelt, ergibt es Sinn, die ersten Schritte in Richtung Entwicklung zu gehen.
Bewerten der Umsetzbarkeit
Am besten nutzt man dazu eine Suchmaschine oder als Alternative die Website von Kickstarter, um herauszufinden, ob es bereits Ideen in diese Richtung gibt. Findet man etwas, muss die Idee nicht direkt begraben werden. Diese Recherche bildet nur den Ausgangspunkt für die Potenzialbewertung.
Anschließend sollten die eigenen Anfordernungen und erste Lösungsansätze definieren werden - auch diese sind wieder nicht in Stein gemeißelt. An diesen Anforderungen wird sich im Laufe des Entwicklungsprozesses noch einiges ändern.
Eine genaue Marktanalyse sollte erst in Betracht gezogen werden, wenn man alle Anforderungen definiert hat. Wenn man die Anforderungen allerdings zu früh definiert, schränkt man sich sehr stark ein. Man trifft eventuell falsche Entscheidungen in einem viel zu frühen Stadium.
Schritt 1
Online Recherche
In der Bewertungsphase starten wir oft mit einer einfache Online Recherche, gibt es schon vergleichbare Produkte? Am besten nutzt man dazu eine Suchmaschine - aber auch die Website von Kickstarter kann helfen herauszufinden, ob es bereits Ideen in diese Richtung gibt. Findet man etwas, muss die Idee nicht direkt begraben werden. Diese Recherche bildet nur den Ausgangspunkt für die Potenzialbewertung.
Schritt 2
Definition der Idee
Anschließend ergibt es Sinn die eigenen Anforderungen und Lösungsansätze zu definieren - auch diese sind wieder nicht in Stein gemeiselt. An diesen Anforderungen wird sich im Laufe des Entwicklungsprozesses noch einiges ändern. Eine genaue Marktanalyse sollte erst in Betracht gezogen werden, wenn man alle Anforderungen definiert hat. Definiert man die Anforderungen allerdings zu früh, schränkt man sich sehr stark ein und trifft eventuell falsche Entscheidungen. Deshalb erst die Recherche dann die Anforderungen.
Schritt 3
Marktanalyse
Auf Basis der Anforderung erstellt man nun einen detaillierten Produktvergleich und eine Konkurrenzanalyse. Diese wird benötigt, um die Idee und das Potenzial der Idee, besser bewerten zu können. Hierzu gehören nicht nur die technischen Anforderungen, sondern auch Kundenwünsche, Trends, Zielgruppendefinition und vieles mehr. Wir prüfen inzwischen auch Bewertungen von Käufern, Kununu-Bewertungen des Herstellers und den Social Media Auftritt. Oft ergibt es auch Sinn nach Schritt 4, noch einmal detaillierter in die Analyse zu gehen.
Schritt 4
Bewertung
Nach der Marktanalyse geht es um die Bewertung: Die wichtigsten Faktoren sind hierbei die Umsetzbarkeit, Herstellbarkeit, Skalierbarkeit, aber auch Themen wie Kosten, Personaleinsatz und mögliche Umsätze. Das Ziel dieser Bewertung ist es herauszufinden, ob es sich lohnt, einen Entwicklungsprozess zu starten - man sollte also noch nicht zu tief in die Details eintauchen.
Der falsche Weg
Wir veranstalten regelmäßig Workshops zum Sammeln von Ideen und Optimierungen. Die Basis für einen solchen Workshop bilden Ideen, die schon im Vorfeld von den einzelnen Personen gesammelt wurden. Und auch im Zuge des Workshops entstehen oft noch weitere Verbindungen zu neuen Ideen.
Für mich ist eine Idee erst bereit für den Entwicklungsprozess, wenn das Innovationspotenzial eindeutig nachweisbar ist.
Wie ein Entwicklungsprozess abläuft, erfahrt ihr in unserem nächsten Blog Beitrag.
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